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01.02.2019

  1. Intro
  2. CATIA V5 und 3DEXPERIENCE
  3. 3DCS
  4. cenitSPIN
  5. ENOVIA
  6. Bionic Aircraft
  7. SIMULIA
  8. Hotline Infos
  9. OEM News
  10. Events

    3DS-PLM Technisches Magazin

    Ausgabe 1 | 2019

    Liebe Leserinnen und Leser,

    wir freuen uns, Ihnen unsere aktuelle Ausgabe des technischen Magazins für 2019 zu präsentieren.

    In dieser Ausgabe erwarten Sie folgende Beiträge:

    • Unterschiede bei Funktionserweiterungen unter CATIA V5 und 3DEXPERIENCE
    • 3DCS: Neue CENIT Schulung „Grundlagen der Tolerierung“
    • cenitSPIN: Individuelle Arbeitsumgebungen in der 3DEXPERIENCE
    • ENOVIA Change Management: Redaktionelle Änderungen einer Zeichnung
    • Sonderthema: CENIT und das Bionic Aircraft Forschungsprojekt
    • SIMULIA Isight: Abbildung und Automatisierung von Prozessabläufen mit SIMULIA Isight
    • Hotline Infos und OEM NEWS

    Wir wünschen Ihnen viel Freude beim Lesen.

    Ihr 3DS-PLM Team

    Unterschiede bei Funktionserweiterungen unter CATIA V5 und 3DEXPERIENCE

    In den CAD-Programmen CATIA V5 und 3DEXPERIENCE sind im gleichen Release oft ähnliche Funktionserweiterungen implementiert. Einige Neuerungen sind jedoch nur unter 3DEXPERIENCE zu finden. In der letzten Ausgabe haben wir damit begonnen Ihnen ein Beispiel zu den Unterschieden vorzustellen. Dies möchten wir um die Möglichkeiten des selektiven Ladens unter 3DEXPERIENCE ergänzen.

    Arbeiten mit der Funktion „Auswählen unter…“

    Unter 3DEXPERIENCE nutzt man zum Suchen und Sichten von Daten den Product Finder. Der Product Finder Classic ermöglicht die Navigation durch Objektstrukturen, das Filtern und das Öffnen von Inhalten. Hier stehen auch Funktionen zur Verfügung, um nur Teilmengen von Baugruppen nach CATIA 3DEXPERIENCE zu laden oder nachträglich Daten einer geöffneten Baugruppe hinzuzufügen.

    Die Funktion „Auswählen unter…“ (Select Under) filtert nach Objekten im Strukturbaum. In Kombination mit der Suchfunktion wird der Strukturbaum gezielt nach Normteilen oder spezifischen Bezeichnungen eines Dokumententitels gefiltert, um sie auszublenden oder unter CATIA zu öffnen.

    1. Die Suche erfolgt immer in der dargestellten Baumstruktur. Soll die gesamte Baugruppe durchsucht werden, so muss mittels der Funktion „Alles erweitern“ die Baugruppenstruktur erweitert werden.

       

      Bild 2: Erweiterte Suche nach Dokumentennamen

    2. Über das Kontextmenü die Funktion „Auswählen unter…“ auswählen.

    3. Es öffnet sich die Suche. Wenn Sie nach einem Objektnamen suchen wollen, so wählen Sie unter der Registerkarte „Erweitert“ den Objekttyp „Physisches Product“ und den Attributstyp „Titel“ aus und geben den gesuchten Attributswert ein. Wollen Sie nach mehreren Werten suchen, so ermöglicht Ihnen das Icon „+“ nach jeder Vorschau weitere Attributswerte zu definieren.

    4. Im Strukturbaum werden die ausgewählten Objekte markiert dargestellt. Mittels der Funktion „Öffnen“ werden diese Bauteile in CATIA 3DEXPERIENCE geladen.

    5. Wählen Sie über das Kontextmenü die Funktion „Entfernen“ aus, so wird der Strukturbaum um die selektierten Objekte reduziert. Die Anpassung der Struktur im Product Finder ist nur eine visuelle Darstellung, der Datenbestand wird nicht verändert. Gekennzeichnet ist dies anhand eines Punktes vor der Root- oder Unterbaugruppe, bei der die Objekte entfernt wurden, siehe Bild 4.

      Bild 4: Visuelles entfernen von Objekten aus der Struktur und Ergebnis nach dem Laden in CATIA 3DEXPERIENCE

    6. Wechseln Sie zurück zum Product Finder. Sind unter „Allgemein- Anzeige - Einstellungen“ die Widget-Einstellungen deaktiviert, so selektieren Sie in der Registerkarte das entsprechende Vorschau Bild, siehe Bild 5. Die Kombination der Darstellung der beiden Fenster unter einer Registerkarte ist die Grundlage um die Darstellung beider Fenster zu erhalten, wie unter Bild 6 abgebildet. Dadurch können beide Widgets nebeneinander oder untereinander angezeigt werden. Es ist keine Voraussetzung, um weitere Bauteile in das bereits unter CATIA geladene Produkt hinzuzufügen. Das System erkennt den Context beider Widgets immer automatisch.



      Bild 5: Anzeige beider Widgets unter einer Registerkarte

    7. Werden noch Bauteile benötigt die im Product Finder nicht dargestellt werden, so werden mit der Option “Aktualisieren und Explosionsansicht aufheben“ die Struktur geschlossen. Wiederholen Sie die beschriebenen Vorgänge, um die Struktur nach den Bauteilen zu filtern und diese der geladenen Produktstruktur unter CATIA hinzuzufügen, siehe Bild 6.


      Bild 6: Auswahl weiterer Bauteile, welche unter CATIA nachgeladen werden.

    Neue CENIT Schulung: Grundlagen der Tolerierung

    Die Schulung „Grundlagen der Tolerierung“ vermittelt die Voraussetzungen zu einer normgerechten Tolerierung bezogen auf Bauteiltoleranzen, Bezüge und der Frage: „Wie kann eine vollständige und eindeutige Form- und Lagetolerierung sichergestellt werden?“

    Dabei wird sowohl die Norm durchleuchtet um Wissenslücken zu schließen, als auch praktische Beispiele und Übungen zur Festigung des Verständnisses durchgeführt. Im Rahmen unserer Schulungsprogramme zu den Themen MODEL BASED DEFINITION und 3D-Toleranzanalyse erfüllt die Schulung „Grundlagen der Tolerierung“ die notwendigen Voraussetzungen um das Basiswissen für alle darauf folgenden Schulungen, welche zu dem Thema Tolerierung von CENIT angeboten werden, zu erlernen:

    Bild 1: CENIT Schulungen zur Tolerierung von Bauteilen und Baugruppen und zur 3D-Toleranzanalyse

    Die CENIT Schulung „Grundlagen der Tolerierung“ ist nicht nur wegen der wachsenden Nachfrage nach 3D-Bemaßungen für gekoppelte Prozesse wie z.B. Additive Fertigung, Toleranzanalysen und 3D-Mastermethode überarbeitet worden. Zur Sicherstellung der Qualität und der Vollständigkeit der Datensätze ist ein tiefes und weitgreifendes Know-how zu den Themen GPS-Tolerierung, GD&T (Geometric Dimensioning and Tolerancing steht für Form- und Lage-Toleranz) sowie Fertigungs- und Messprozesse notwendig. Auch fordert und fördert die globale Zusammenarbeit eine gemeinsame Sprache bei der Auslegung der Bauteile. Es ist daher umso wichtiger, dass die Normen gekannt und verstanden werden, damit eine normengerechte und einheitliche Tolerierung erzielt wird. Die stetige Weiterentwicklung der Norm (z.B. ISO GPS 14405-2017) macht es zusätzlich notwendig vorhandenes Wissen mit den Neuerungen zu erweitern. Als Master-Reseller und Berater der Toleranzanalyse-Software 3DCS sind die Mitarbeiter der CENIT seit Jahren in ihrer täglichen Arbeit damit konfrontiert Toleranzen richtig zu interpretieren, kontrollieren und sie in der Toleranzanalyse zu definieren, um den digitalen Qualitätszwilling zu erstellen. Sie kennen die Herausforderungen und Schwierigkeiten, die zum Thema Zeichnungserstellung, -Auslegung und -Analyse in allen Bereichen der Fertigungsindustrie auftreten können. Diese Erfahrungen sind in das CENIT Training „Grundlagen der Tolerierung“ eingeflossen und die Übungen mit entsprechendem Praxisbezug ausgewählt worden.

     

    Bild 2: Ziele des Trainings „Grundlagen der Tolerierung“

    Aufgabenspezifische Arbeitsumgebungen in der 3DEXPERIENCE

    Die webbasierte Benutzeroberfläche der 3DEXPERIENCE Plattform ist heute das 3DDashboard. Mit ihm ändert sich grundsätzlich, wie individuelle und aufgabenspezifische Anpassungen an der 3DEXPERIENCE Benutzeroberfläche vorgenommen werden können.  

    CENIT bietet mit dem CAA-Produkt „cenitSPIN Dashboard Engine“ dafür eine sehr flexible Lösung. Es erlaubt die Visualisierung von beliebigen ODATA (Open Data Protocol) Datenquellen innerhalb von frei definierbaren Dashboard-Apps, auch Widgets genannt. Das Open Data Protocol (OData) ist ein standardisiertes, HTTP-basiertes Protokoll für den Datenzugriff in der Client-Server-Kommunikation. In der nächsten Ausgabe des Technischen Magazins werden wir Ihnen zeigen, wie einfach ein Administrator mit Hilfe von cenitSPIN in der 3DEXPERIENCE Plattform diese ODATA-Feeds konfigurieren kann. Diese Dashboard-Apps werden dabei vom Anwender selbst dynamisch erzeugt und auf eigene Bedürfnisse angepasst, statt nur vordefinierte statische Informationen darzustellen. Da unsere Dashboard-Apps auf dem ODATA Standard beruhen, können mit ihnen auch beliebige weitere Datenquellen aus anderen Systemen, wie beispielsweise SAP oder MSSQL, in der 3DEXPERIENCE Benutzeroberfläche verwendet werden.  

    Anhand konkreter Anwendungsfälle zeigen wir in den folgenden Beispielen die Flexibilität von individuell konfigurierten Dashboards auf.  

    Im ersten Video stellt sich eine Anwenderin ein komplett neues Dashboard zusammen. Ihre Aufgabenstellung als Issue-Managerin erfordert es, den Überblick über alle noch nicht gelösten Probleme zu behalten, noch unbearbeitete Probleme einem Bearbeiter zuzuweisen und die relevanten KPIs aller Problemlösungen zu überwachen.

    Das zweite Video zeigt exemplarisch, wie die Issue-Managerin mit dem gerade neu erstellten Dashboard arbeitet. Um sich auf die dringendsten Probleme fokussieren zu können, filtert sie diese dynamisch nach Status und Priorität.

    Im dritten Video ist ein weiterer Anwendungsfall „Design Review“ zu sehen. Der Konstruktions­verantwortliche hat sich dafür ein spezielles Dashboard zusammengestellt. Darin hat er die relevanten KPIs im Blick und kann gleichzeitig die zur Freigabe anstehenden CAD-Daten direkt betrachten, analysieren und freigeben.

    Alle zur Erledigung der jeweiligen Aufgaben benötigten Informationen werden konsolidiert dargestellt. Der Anwender muss dazu keine Panels wechseln oder gar unterschiedliche Applikationen einsetzen. Diese Beispiele machen deutlich, dass individuell zusammengestellte, aufgabenspezifische Dashboards erheblich zur Produktivität und Arbeitsqualität der Anwender beitragen.

    ENOVIA Change Management: Redaktionelle Änderungen einer Zeichnung

    Redaktionelle Änderungen an Zeichnungen (Orthographie, falsche Positionierung von Text und Bemaßung, fehlende Bemaßungen usw.) sind häufig durchzuführende Modifikationen. Wird mit „3DEXPERIENCE Engineering Central“ gearbeitet -also mit EBOM Strukturen- bedeutet eine solche Änderung, dass das zugehörige Part neu revisioniert werden muss. Je nach Konfiguration erfordert dies auch das Zuordnen eines Änderungsantrages (CO – Change Order, CA – Change Action).

    Ohne dass die Revision des Parts dadurch verändert wird, kann man mit dem folgenden - von CENIT entwickelten - Zusatzprogramm für Zeichnungen eine redaktionelle Änderung durchführen.

    Für den Abgleich mit dem ERP-System bedeutet dies:

    • Es wird keine neue Part Revision erzeugt und somit auch kein neuer Artikel (SAP=Material) im ERP angelegt.
    • Das Zeichnungs-PDF muss zum ERP übertragen werden, um den Artikel (SAP=Material) im ERP zu aktualisieren.

    Ausgangssituation:

    • Freigegebene (Released) Zeichnung, die an ein freigegebenes (Released) Part als Spezifikation verbunden ist.

    Redaktionelle Änderung durchführen

    In der folgenden Beschreibung wird ein Beispielablauf dargestellt, der je nach Situation variieren kann:

    • Für die Zeichnung eine neue Revision erzeugen.
    • Änderung an der Zeichnung durchführen.
    • Zeichnung freigeben.
    • Zeichnung dem letzten freigegebenen Part zuordnen (Detaillierung siehe weiter unten). Wichtig: Dieser Vorgang kann nur von einer Person durchgeführt werden, dem die Rolle “CAx_MinChange” zugeordnet wurde.

    Die Ablaufkontrolle kann via Route oder „Change Action“ erfolgen.

    Zeichnung dem letzten freigegebenen Part zuordnen: Detaillierter Ablauf

    Die Funktion kann NICHT verwendet werden, falls:

    • die Revision des CATDrawing als Spezifikation mit einem Part verknüpft ist.
    • das CATDrawing einen anderen Status als “Released” besitzt.
    • die Rolle „CAx_MinChange“ nicht zugeordnet ist.
    1. Im Lebenszyklus-Fenster des CATDrawings das entsprechende Icon selektieren.

    2. Alle betroffenen Parts werden angezeigt. Dies sind alle Parts zu denen die vorherige Revision des CATDrawings als Spezifikation verknüpft ist und die sich im Status “Released” befinden:

    3. „Done” auswählen, um die Aktion durchzuführen.

    Im folgenden Beispiel ist zum besseren Verständnis eine graphische Darstellung einer weiteren Ausgangs- und Endsituation schematisch abgebildet. Die Graphik zeigt zwei Varianten eines Parts, die beide mit der gleichen Tabellen-Zeichnung (einer Zeichnung inklusiv Tabelleninformation) und jeweils unterschiedlichen 3D-Modellen verknüpft sind. Eine Änderung der Zeichnung (Drw-01 Rev.A wird zu Drw-01 Rev.B) hat keinen Einfluss auf die Revision der zugehörigen Parts, siehe Part-01 Rev.1 sowie Part-02 Rev.3 (analog zu den Schritten a und d im Beispiel oben). Die bestehenden Verlinkungen zur Zeichnung Drw-01 Rev.A vor der Revisionierung sind aufgehoben.

    CENIT und das Bionic Aircraft Forschungsprojekt

    iel des europäischen Forschungsprojektes Bionic Aircraft ist die Steigerung der Ressourceneffizienz der Luftfahrt durch den Einsatz von ALM-Technologie (Additive Layer Manufacturing) und bionischem Design bei metallischen Bauteilen in allen Phasen des Flugzeuglebenszyklus. CENIT ist einer von zehn EU-Partnern die an dem dreijährigen Projekt, welches im September 2016 startete, seit Anfang an mitarbeitet. Das Konsortium setzt sich aus Unternehmen der Industrie sowie aus Universitäten und Forschungseinrichtungen zusammen. In 10 Arbeitspaketen (WP01-WP10, siehe Bild 1) werden in den jeweiligen Projektstufen u.a. folgende Themen behandelt:

    • Automatisierte Konstruktion und Optimierung
    • Entwicklung hochfester Aluminiumlegierungen für ALM
    • Neue Laser-Strahlformen zur Steigerung der Effizienz des ALM Prozesses
    • Qualitätskontrolle während und nach dem Druck
    • Ersatzteilversorgung mit Hilfe von ALM sowie Reparatur und Recycling von ALM Bauteilen

    Bild 1: Beteiligte Partner und deren Arbeitspakete des europäischen Forschungsprojektes Bionic Aircraft

    CENIT ist als Workpackage Leader des WP3 (Bild 2: Automated Bionic Design & Optimization) zusammen mit den Partnern Airbus, IAPT und ILAS dafür verantwortlich, den gesamten Prozess von der Konstruktion bis zur Fertigungsvorbereitung zu vereinfachen und zu beschleunigen. Um das Ziel zu erreichen wurden folgende Aufgaben definiert:

    • Entwicklung von Konstruktionsrichtlinien und ALM-Fertigungsvorgaben für optimierte Leichtbaustrukturen
    • Entwicklung von Strukturoptimierungs- und Dimensionierungsprozessen
    • 3D-CAD-Toolset für CATIA V5 für biomimetisches Design (Bionisches Design in Abhängigkeit von Belastungs- und Fertigungsanforderungen) und ALM-Datenaufbereitung

      • Automatisierte Erkennung von bionischen Strukturen
      • Katalog mit parametrisierten bionischen Merkmalen
      • Automatische Generierung von Stützstrukturen
      • Werkzeug zur direkten Generierung von ALM maschinenspezifischen Dateiformaten
      • Exportfunktion für Nachbearbeitungsfunktionen

    Die erzeugten Daten sollen zur Qualitätssicherung und zur automatisierten Nachbearbeitung genutzt werden, um einen durchgängigen Prozess von der Topologie Optimierung über die Konstruktion, Fertigung und Nachbearbeitung in CATIA V5 bereit zu stellen.

    Zu Beginn des Projektes wurden, basierend auf den etablierten Airbus Prozessen, neue Abläufe zur Optimierung und Dimensionierung von Bauteilen erarbeitet. Diese werden entsprechend den Ergebnissen der einzelnen Arbeitspakete fortlaufend angepasst und optimiert. Ein wesentlicher Teil dieser Prozesse ist die Konstruktion eines Bauteils basierend auf dem Ergebnis der Topologie Optimierung. Um diesen zeitaufwendigen Schritt zu vereinfachen entwickelt CENIT standardisierte CATIA V5 Features mit bionischen Strukturen, welche den Konstrukteur bei seiner Arbeit unterstützen (siehe Bild 2). Hierbei werden vier Bereiche unterschieden: Flächen, Streben, Volumen und Übergänge. Die einzelnen Strukturen stehen als PowerCopy oder UDF (User Defined Feature) zur Verfügung. Bei der Implementierung wurden die zuvor entwickelten Konstruktions- und Fertigungsvorgaben der Pulverbett-Technologie berücksichtigt. Die Einhaltung von Mindestwandstärken, die für einen stabilen Bauprozess notwendig sind, dürfen nicht unterschritten sowie minimale Innendurchmesser, die während der Fertigung das Absaugen des Pulvers zulassen, müssen berücksichtigt werden. Um die Arbeit der Konstrukteure weiter zu erleichtern wurde eine bionische Feature-Erkennung entwickelt und implementiert. Sie analysiert das Ergebnis der Topologie Optimierung und fügt automatisch die passenden Strukturen des bionischen Kataloges ein. Das Startmodell des Konstrukteurs enthält somit das automatisch generierte Skelett mit parametrisch anpassbaren Strukturen als Ausgangsbasis für die Folgeprozesse.

    Bild 2: Standardisierter CATIA V5 Katalog mit bionischen Strukturen von CENIT

    Ein weiterer Schwerpunkt der Entwicklung liegt in der Bereitstellung von Funktionen zur Druckvorbereitung wie z.B. der automatischen Bauteilausrichtung zur Minimierung von Stützstrukturen, deren Generierung oder einer CATIA integrierten 3D-Slicer Software, kurz auch Slicer bezeichnet. Ein Slicer bereitet das 3D-Modell für den Druck vor, indem aus dem Bauteil und der Stützstruktur einzelne Schnitte, die der Schichtdicke bei der Fertigung entsprechen, generiert werden. Die Schnittkonturen werden dann vom Postprozessor weiterverarbeitet und an die Maschine ausgegeben. Darüber hinaus können die vom Slicer ermittelten Daten für eine erste Abschätzung der Dauer der Belichtung verwendet werden.

    Bild 3: CENIT CAA-Applikation der 3D-Slicer Software

    Bei den Stützstrukturen wurden auch vom Fraunhofer IAPT entwickelte optimierte Stützstrukturen integriert. Da insbesondere Gyroid oder Fachwerkstrukturen schnell zu Performanceproblemen führen, wurde eine implizite Methode zur Generierung dieser Strukturen gewählt. Dabei wird in CATIA ein Volumen definiert und mit entsprechenden Attributen versehen. Der Postprozessor, welcher z.Zt. in Zusammenarbeit mit Aconity 3D entwickelt wird, liest diese Attribute und füllt das Volumen mit den notwendigen Geometrien. Das Ergebnis wird im jeweiligen maschinenspezifischen Format an die Maschine ausgegeben. Durch diesen Ansatz stehen exakte Geometrien für die Qualitätskontrolle und die NC-Nachbearbeitung zur Verfügung. Weiterhin kann die Stützstruktur ohne Änderung am CAD Modell durch entsprechende Parameter im Postprozessor angepasst werden. Ohne Beeinträchtigung der Performance kann durch diese Vorgehensweise im gesamten Prozess, von der Konstruktion bis zur Fertigung, vollständig auf die Verwendung von STL Daten verzichtet werden.

     

    Bild 4: Stützstrukturen auf der Basis von definierten Attributen

    Ein QR-Code Generator in CATIA dient zur Identifizierung der Bauteile mit maschinenlesbaren Seriennummern. Zur Validierung wurden QR-Codes in unterschiedlichen Größen in Aluminium gedruckt und mit verschiedenen Handys gescannt.

    Bild 5: Identifizierung der Bauteile mittels QR-Code

    Um die Ergebnisse des Projektes und die allgemeinen Kenntnisse zum Thema 3D-Druck einem breiteren Publikum zugänglich zu machen erstellt CENIT zusammen mit dem Fraunhofer IAPT innovative Trainingsmodule. Die Module kombinieren klassisches Präsenztraining mit praktischen Übungen und webbasiertes Training mit virtuellen Inhalten.

    Das Fraunhofer IAPT in Hamburg (ehemals Laser Zentrum Nord) zählt zu den führenden Einrichtungen im Bereich der Additiven Produktion mit den Forschungsschwerpunkten Design, Prozess, Fabrik und Digitalisierung. Im Fokus steht die Industrialisierung additiver Technologien sowie der damit verbundene Technologietransfer. Die Additive Academy ist Teil des Fraunhofer IAPT und hat sich auf den Transfer von Erkenntnissen aus der Wissenschaft in die Industrie spezialisiert. Seit 2014 wurden bereits über 1.400 Ingenieure die Welt der Additiven Fertigung am Fraunhofer IAPT kennengelernt. Die Cenit AG und das Fraunhofer IAPT arbeiten bereits in Projekten zur Entwicklung neuer Software-Tools zusammen. Nun wird die Zusammenarbeit ausgebaut. Durch die Vereinigung von Software- und Technologieexpertise, entsteht ein einzigartiges, innovatives Angebot an softwarebasierten Schulungen für die Additive Fertigung.

    Vorschau: Im nächsten Technischen Magazin erfahren Sie mehr über das neue Schulungsangebot. Ihre Fragen beantworten wir aber schon vorher und freuen uns über Ihre Nachricht TRAINING CENIT.

     

     

     

     

     

     

     

     

     

    Abbildung und Automatisierung von Prozessabläufen mit SIMULIA Isight

    In der letzten Ausgabe unseres Magazins haben wir über die rechnergestützte Design-Optimierung zur Beurteilung von Entwürfen im Produkt-Entwicklungsprozess mit SIMULIA Isight berichtet. Eine wesentliche Funktionalität von Isight ist auch die Abbildung von Prozessabläufen. Hiermit lassen sich standardisierte und regelmäßig wiederkehrende Aufgaben im Entwicklungsprozess automatisieren bis hin zur Vorbereitung und Erstellung von Auswertungen und Berichten.  

    Die wesentlichen Prozesskomponenten sind wie folgt aufgeführt:  

    • Task: einmalige Ausführung eines Ablaufs
    • Loop: Ausführung einer Schleife
    • Design of Experiments (DOE): Sensitivitätsanalyse – wesentliche Einflussfaktoren ermitteln und bewerten
    • Parametrische Optimierung: für eine oder mehrere Zielgrößen ein Optimum bestimmen
    • Monte Carlo: Unsicherheiten bewerten, stochastische Einflüsse wirken auf die Eingangsgrößen gemäß einer vorgegebenen Verteilungsfunktion
    • Six Sigma Analysis: Zuverlässigkeit verstehen; wird in Verbindung mit anderen Prozesskomponenten (z.B. DOE oder Monte Carlo) verwendet
    • Approximation: Anwendung mathematischer Modelle, die den Zusammenhang zwischen gegebenen Eingaben und resultierenden Antworten annähern
    • Taguchi Robust Design: Robustheitsanalyse nach der Taguchi-Methode
    • Evaluationsmethoden: suchen in einem komplexen Umfeld nach den globalen Optima; hoher Rechenaufwand
    • SDI - Stochastic Design Improvement: beschreibt eine auf der Monte Carlo Simulation basierende iterative Vorgehensweise zur Verbesserung eines Entwurfs
    • Target Solver: variiert die Werte der Eingabevariablen in einem vorgegebenen Bereich bis die Zielgrößen innerhalb einer vorgegebenen Toleranz erreicht sind    

    Zu den Aktivitätskomponenten gehören die im Bild 1 dargestellten Module:

    Bild 1: Module der Aktivitätskomponenten

    Isight unterstützt eine Vielzahl kommerzieller Anwendungen und Schnittstellen zum Betriebssystem, zu eigener Software und zu den allgemeinen MS/Office-Paketen.

    Die Erstellung des Simulationsmodells erfolgt im Design Gateway von Isight. Hier werden die einzelnen Komponenten miteinander verknüpft und die verwendeten Verfahren und ihre Parameter sowie die Bereichsgrenzen definiert.

    Bild 2: Einfache Modellerstellung durch Drag & Drop im Isight Design Gateway

    Bild 3: Parameter Mapping zwischen den einzelnen Modulen

    Datenanalyse und Durchführung des Simflows mit dem Isight Runtime Gateway  

    Die Auswertung umfasst eine Vielzahl von Möglichkeiten:
    Übersichtstabellen über den Berechnungsablauf, Parameter-Verlauf, Run Grading sowie Korrelationsdarstellung/ -tabellen, 2D & 3D Scatter Plots, Self-Organizing Maps, Kontur- und Flächenplots, Pareto Graphen, Wahrscheinlichkeitsverteilungen.

    Bild 4: Verlauf einer DOE-Analyse (grün: bestes Ergebnis; rot: erfüllen die Vorgaben nicht; weiß/blau: erfüllen die Vorgaben)/p>

    Bild 5: Pareto-Darstellung – Einfluss einzelner Parameter auf die Zielgröße

    Wenig bekannt ist die Tatsache, dass mit Isight unter gewissen Voraussetzungen auch Rechentoken bei der Verwendung der Abaqus-Solver eingespart werden können. Abaqus verbraucht weniger Rechentoken, wenn es an erster Stelle in einen Isight Simflow integriert ist.

    Bild 6: Einsparung von Solver-Token durch Isight

    Die Lizensierung von Isight erfolgt über das Extended Portfolio, wobei zur Ausführung der beiden Gateways (Design und Runtime) eine sogenannte Extended CAE-Lizenz erforderlich ist. Die Ausführung eines Simflow erfordert neben den Rechentoken für die Abaqus-Solver auch noch Token für die einzelnen Prozesse bzw. die Solver von Drittprodukten.

    Einfärben von Bauteilen unter NX: Farben werden nicht korrekt dargestellt

    Einige Folgeprozesse verlangen eine bestimmte Einfärbung der betroffenen Bereiche eines Bauteils. Die Farben werden ausschließlich im Einzelteil und nur über das Daimler AddOn „Daimler Coloring“ vergeben. Im Daimler Coloring sind VDA-Farbtabellen hinterlegt, so dass abhängig von der Startpart-Konfiguration automatisch die korrekten Farben für die ausgewählten Prozesse verwendet werden.

    Wenn die Farben eines Bauteils im Kontext einer Baugruppe anders als erwartet angezeigt werden, kann dies folgende Gründe haben:

    • die Farbdarstellung wurde nicht korrekt in den ZB übernommen
    • die Farbe wurde auf dem Sachnummern-Part vergeben
    • die Farbe wurde auf dem Feature/der Feature Group vergeben
    • die Farbtabelle im Einzelteil wurde manuell verändert

    Um die Farbdarstellung zu korrigieren, stehen folgende Lösungsmöglichkeiten zur Verfügung:

    • Farben in den Kontext übernehmen: im Baugruppenkontext RMT auf die übergeordnete Baugruppe -> Properties -> Assembly: Synchronize Subassembly Properties -> Display
    • Part Cleanup durchführen und dabei die Änderungen in den Anzeigeeinstellungen rückgängig machen: File ->Utilities ->Part Cleanup: Serious Delete Actions ->Component Display ->Remove All Changes
    • Einfärbung auf dem Feature/der Feature Group rückgängig machen: RMT -> Assign Feature Color -> No Color
    • Standardfarbtabelle neu laden: File -> Preferences -> Color Palette: Options -> Use System Color Palette

    Anschließend müssen die Prozessfarben gegebenenfalls auf dem Einzelteil mit Hilfe von „Daimler Coloring“ neu vergeben werden.

    Bild 1: Unterschiedliche Farbdarstellung im Einzelteil und im ZB (Kontext)

     

    3DEXPERIENCE: Die Funktion „Volume Search“ unter dem Product Finder bringt folgende Fehlermeldung:

    Die Bauraumsuche bezieht sich während ihrer Analyse auf die Indexierung der Baugruppe. Der Index-Server erstellt von den Baugruppen ein schlankes CGR-Abbild und erstellt für jeden Knoten eine visuelle Darstellung. Daher ist zu prüfen, ob die Baugruppe indexiert wurde.

    Mit der Option   testen Sie, ob für jeden Knoten eine Indexierung durchgeführt wurde.

    Unter "Einstellungen - Vorgaben – Verbindungen – Datenquelle – Indexeigenschaften – Verbindung zum Indexserver testen" prüfen Sie, ob bzw. wann eine Indexierung zuletzt stattgefunden hat.

    Unter der Product Finder Funktion B.I.Essentials prüfen Sie, ob die dargestellte Baugruppe als „Dynamisch“ gekennzeichnet wird, was eine Voraussetzung zur Indexierung ist.

    Prüfen Sie den Index-Server Dienst und starten Sie ihn gegebenenfalls neu.

     

    3DEXPERIENCE: Welche Tools ermöglichen eine bauteilübergreifende Bewegungssimulation mit Übernahme von Bedingungen beim Abspielen der Kinematik?

    Ab CATIA 3DEXPERIENCE 2018x können Kontaktbedingungen zwischen mehreren Produkten die jeweils zwei Gruppen zugeordnet sind definiert werden, um eine Konstruktionsverbindung zu erzeugen. Dadurch beeinflussen bei der kinematischen Simulation bestehende Kontaktbedingungen gruppenübergreifend die zu bewegenden Bauteile. Im folgenden Video wird die Vorgehensweise erläutert.

    Bild 1: Kontaktbedingungen zwischen mehreren Produkten

    Die Liste der Zulieferer-Pakete war zum 11.02.2019 auf dem aktuellen Stand. Zu einem späteren Zeitpunkt erfahren Sie den Software Status bei unserer Hotline oder über Ihren CENIT Ansprechpartner.

    Geplante Umstiege | Rollouts:

    • Porsche HF85 ist seit 07.02.2019 aktiv
    • Daimler NX ist am 11.02.2019 auf Build 18.2.2 umgestiegen
    • FCA (Fiat-Chrysler-Automobiles) wird auf NX11027MP8 umsteigen
    • VW: GRI11 (CREO4): Anfang/Mitte Mai 2019 und GRC7.1.x (CATIA R2018 SP03): Mitte Mai 2019
    • Die Volkswagen AG plant Mitte Mai 2019 eine neue Version zur Group Reference CATIA (GRC) 7.1.x zur Verfügung zu stellen. Mit der GRC 7.1.x wird für den Einsatz bei Entwicklungspartnern die VWGRCLite 7.1.x , inkl. CATIA V5-6 R2018 SP03, bereitgestellt. Die Produktivsetzung der VWGRCLite 7.1.x bei den Partnerfirmen muss zeitgleich ohne Übergangsfrist mit der Produktivsetzung der GRC bei Volkswagen erfolgen. Über den genauen Release-Termin werden die Zulieferer noch detailliert informiert. Quelle: Newsletter VW

    Daimler AG: NX-Release-Info:

    • NX 12.0.1.7 MP4 D1
    • NX Supplier Package Build 18.2.2 ist seit dem 11.02.2019 gültig.
    • HQM V10.1 Rev12038 Prüfprofil DAIMLER_COMMON_NX120_11_2018
    • JT Supplier Package 18.2
    • CAD-Handbuch 18.2

    Kennen Sie schon unseren CENIT Schulungspass für CATIA, 3DEXPERIENCE und CATIA Composer Kurse?

    Pauschal:

    Acht Tage Schulung für nur 5'500.– CHF zzgl. gesetzlicher MwSt.

    Unser Schulungspass bietet Einzelpersonen die Möglichkeit innerhalb von zwölf Monaten acht Schulungstage zum Pauschalpreis von nur 5‘500.-- CHF (zzgl. MwSt.) zu buchen. Dies entspricht einem Einsparungspotenzial von 17 Prozent. Sie haben die Möglichkeit aus verschiedenen Kursen zu wählen. Mehr Infos zu den einzelnen Schulungen finden Sie auf unserer Homepage:

    Weitere Informationen finden Sie unter diesem Link: Link.

    CENIT Events

    Swiss CATIA User Meeting
    SCUA Jahresveranstaltung bei der EMPA
    13. März in Dübendorf

    Swiss Digital Innovation Product Symposium
    03. April in Rapperswil

    CENIT Innovation Day Schweiz
    Wie setzen Sie digitale Kontinuität konkret in die Praxis um? CENIT Innovation Day | 09.April | Mövenpick Hotel Zürich Airport | 8152 Glattbrugg


    09. April in Kloten

    CENIT Simulation User Day
    Neueste Informationen für Anwender der Softwarelösungen 3DCS, SIMULIA und DEFORM
    23. Mai in Stuttgart

    Aircraft Interiors Expo
    Treffen Sie CENIT Aerospace Experten auf dem Stand von Dassault Systèmes in Hamburg.
    02.-04.04.19 Hamburg Messe
    https://www.aircraftinteriorsexpo.com/

     

    Online Anmeldungen

    Name Datum Ort
    CENIT Innovation Day Schweiz
    Priora Business Center
    09.04.2019 Kloten, Schweiz
    CENIT Simulation User Day für 3DCS, SIMULIA und Deform
    ARCOTEL CAMINO Stuttgart
    23.05.2019 Stuttgart, Deutschland

     

    Webseminare Termine

    Kurs Nr.KategorieNameOrt
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