Design Anywhere - Build Anywhere - Service Anywhere Können Design, Produktion und Service standortunabhängig, wirtschaftlich und trotzdem flexibel sein?

Design anywhere, build anywhere

Die Globalisierung verschärft den weltweiten Wettbewerb. Gleichzeitig bietet sie aber vielfältige Chancen zur optimalen Nutzung von Ressourcen in weltumspannenden Wertschöpfungsnetzwerken. Als Unternehmenslenker frei zu entscheiden, wo entwickelt, produziert oder Service erbracht wird - und diese Entscheidungen jederzeit an veränderte Rahmenbedingungen anpassen zu können: Das ist das Versprechen des "digitalen Weltdorfes". Die Grundvoraussetzung für diese Freiheit sind Geschäftsprozesse, die durchgehend digital unterstützt und damit weltweit steuerbar sind.

In vielen Unternehmen müssen dafür zentrale Wertschöpfungsprozesse, Produkt- und Produktionsstrukturen neu ausgerichtet sowie Modularisierung und Standardisierung massiv vorangetrieben werden. Jederzeitige Verfügbarkeit von Informationen, vernetztes Agieren, unkompliziertes Management von Hoheiten und Verantwortlichkeiten stehen mehr und mehr im Vordergrund.

In einer vernetzen Welt muss weder am gleichen Standort konstruiert und gefertigt werden, noch muss alles aus dem eigenen Hause kommen. „Design Anywhere“ bedeutet nicht nur die räumliche Freiheit, „WO auf dieser Welt“, sondern genauso „von WEM auch immer“. Angesichts eines immer massiveren Fachkräftemangels ein enormer Vorteil. Der Anspruch „Build Anywhere“ ermöglicht nicht nur die Auswahl von Standorten mit Kosten- oder Infrastrukturvorteilen, sondern genauso die inhaltliche Freiheit „WER“ diese Leistung liefert. „Service Anywhere“ heißt nicht nur, Kunden überall auf der Welt beim Einsatz der eigenen Produkte zu unterstützen, sondern auch "von überall auf der Welt" Service-Leistungen anbieten zu können.

Was ist das Ziel des "Anywhere"?

Gewinne zu erzielen unter Berücksichtigung der wirtschaftlichen und logistischen Beherrschung der Komplexität - bei wachsender Produkt- und Variantenvielfalt. Stichwort: Losgröße EINS.

Um das zu erreichen muss - technisch gesprochen - an vielen Stellschrauben gedreht werden.
Ein Beispiel: Über die Kosten eines Produkts - und somit auch den Erfolg - wird bereits zu einem frühen Zeitpunkt in der Entwicklung entschieden. Empirische Untersuchungen weisen eine entsprechende Korrelation der Kostenbeeinflussung auf: 80-90% der Herstellkosten stehen bereits vor Start der Serienfertigung fest. Soll ein Produkt später leicht an verschiedenen Standorten gefertigt werden können, muss das bereits bei der Entwicklung berücksichtigt werden. Um die angestrebten Vorteile des "Anywhere" zu realisieren, gilt es zudem, die zentralen Prozesse der Produktentstehung und Kundenauftragsabwicklung viel enger zu verzahnen, als heute in den meisten Unternehmen üblich.

Eine wirtschaftliche Fertigung ist insbesondere dann gewährleistet, wenn es gelingt, die individuellen Stärken und Schwächen der möglichen Standorte in Bezug auf Design und Produktion geschickt in eine globale Firmen-Produktstrategie zu integrieren. Dabei gilt es nicht nur die Abhängigkeiten zwischen Prozess und Produkt zu beachten, sondern ebenfalls die Abhängigkeiten zwischen Standortentscheidung und Prozessgestaltung. Einer der größten Komplexitätstreiber sind standortspezifische Varianten mit standortspezifischer Fertigungstiefe. Deshalb ist die zunehmende Homogenisierung durch Modularisierungs- und Standardisierungskonzepte ein Schlüssel zum Erfolg.

Welche Rolle hat IT in dem Kontext?

Eine genauso entscheidende wie die methodischen Voraussetzungen. Standardisierung und Modularisierung schaffen die Grundlagen für die Verlagerung von Tätigkeiten. Die IT liefert die digitalen Werkzeuge für die Umsetzung. „Design Anywhere - Build Anywhere – Service Anywhere“ ist geradezu ein Paradebeispiel für den strategischen Nutzen der IT.

Unerlässlich: Ein konsistentes Datenmodell, das das Produkt, dessen Fertigungsprozess sowie die eingesetzten Betriebsmittel logisch abbildet. Dabei spielt es keine Rolle, ob dieses Datenmodell in einer einzigen Applikation oder in integrierten Plattformen abgebildet wird.

Das zentrale Daten-Management mit allen Produktvarianten, Spezifikationen, Abhängigkeiten etc. ermöglicht allen Prozessbeteiligten auf der ganzen Welt, jederzeit im richtigen Kontext zu entscheiden und zu handeln. Die Modularisierung und Standardisierung von Produkten, Fertigungsverfahren etc. ermöglicht die Verlagerung an andere Standorte ohne große Anpassungsaufwände. Auf dieser Basis wird eine agile, standortübergreifende Fertigungsplanung und Produktion überhaupt erst möglich. Planungs- und Änderungszyklen können durch ein globales und effizientes Konfigurations- und Änderungsmanagement signifikant verkürzt werden.

Kurzum: Erst wenn alle Daten und Prozesse über die gesamte Wertschöpfungskette zentral verknüpft und abgebildet werden, lässt sich der Anspruch des "Anywhere" erfüllen.

Und der Schutz geistigen Eigentums? Ob Rechtemanagement oder Protokollierung aller Zugriffe - wir kümmern uns darum. Mit Sicherheit.

Was benötigen Sie für die Umsetzung? Partner, die Ihr Geschäftsmodell verstehen, Ihre Branchenprozesse kennen, mit modernen Technologien umgehen können und den Willen haben, mit Ihnen Erfolge zu erzielen. Anywhere - anytime.

FRAGEN? WIR BERATEN SIE GERNE!

Horst Heckhorn

Leiter Geschäftsbereich SAP Lösungen

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