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12.01.2016

Innovationspartnerschaft von CENIT und Airbus: Erfolgreicher Abschluss der Konzeptphase bei Beluga XL dank regelbasiertem und prozessorientiertem Konstruktionsprozess von CENIT

CENIT führt bei Airbus Innovationen in Konstruktion und Fertigung ein - Über 8.000 Einzelteile aus drei Masterteilen

Stuttgart, 12. Januar, 2016 – Airbus hat die Konzeptphase des Frachtflugzeug Beluga XL im September 2015 nach weniger als zehn Monaten abgeschlossen. Zur hohen Produktivität der Entwicklungsabteilung hat ein regelbasierter und prozessorientierter Konstruktionsprozess beigetragen, den CENIT für Airbus formuliert und eingeführt hat. Baugruppen und Einzelteile werden standardisiert und harmonisiert. Damit lassen sich Teilefamilien und ihre Masterteile erschließen. Auf dieser Basis kann das CAD-Programm alle Varianten der Masterteile automatisch generieren. Das Verfahren ist das Ergebnis einer langfristigen Innovationpartnerschaft der beiden Unternehmen.

Bei der Beluga XL hat Airbus das Verfahren für Strukturbauteile in der Oberschale des Frachtraums eingesetzt. Es handelt sich um Längsträger (Stringer), Querträger (Spante) und die dazugehörigen Verbindungsteile (Clips).

CENIT hat für diese Bauteile-Familien „Master-Teile“ angelegt und die zugehörigen Konstruktions- und Fertigungsregeln für das CAD-Programm CATIA V5 erschlossen. Bei den Clips gehören dazu beispielsweise die Längen und Winkel der Bauteile in Abhängigkeit zu Nachbarbauteilen und die Sequenzen für die Bohrungen.

Für den Bereich des Frachtraums wurden automatisch ca. 7.500 Clips und ca. 600 Längs- und Querträger erstellt. Bei den besonders variantenreichen Clips hat CENIT einen ebenfalls softwarebasierten Abgleich mit bereits erstellten Clips implementiert, um die Wiederverwendungsrate der Teile zu optimieren. Die Anzahl der unterschiedlichen Clips konnte auf ca. 1.400 reduziert werden.

Innerhalb von 24 Stunden lag das vollständige, parametrische digitale 3D-Modell des Frachtraums (Digital Mockup) vor. Der gesamte Arbeitsaufwand vom Projektstart bis zur Fertigstellung der 3D-Konstruktion hat sich mehr als halbiert. Die Automatisierung stellt für jedes Einzelteil 100% korrekte Datenqualität und einheitliche Darstellungsstandards sicher. Dazu gehören beispielsweise auch die notwendigen Angaben für eine weitgehend automatisierte Fertigung der Umformwerkzeuge, so dass sich auch der Start der Herstellung effizienter gestalten wird.

Forschen, implementieren und als Wettbewerbsvorteil umsetzen

Das Konstruktionsverfahren, das Airbus bei der Beluga XL nutzt, hat CENIT als Partner im Forschungsprojekt „i-chain“ aufgestellt. Nach erfolgreichem Abschluss von „i-chain“ Anfang 2014 blieb die Innovationspartnerschaft bestehen.

Zunächst beauftragte Airbus den Partner damit, das Konzept unter Praxisbedingungen in einzelnen Abteilungen zu testen. Die dabei gesammelten Erkenntnisse hat CENIT bei der Ausarbeitung des Schulungsangebots für die Airbus-Mitarbeiter der Entwicklungsabteilungen umgesetzt.

Weitere Informationen zum Branchenschwerpunkt Luft- und Raumfahrt bei der CENIT unter www.cenit.com/de_CH/plm/3ds-plm/branchen/luft-und-raumfahrt.html

Beluga und Beluga XL von Airbus

Airbus unterhält aktuell eine Flotte von fünf Transportflugzeugen für die europäischen Airbus-Werke. Die A300-600ST befördern sehr große, montierte Baugruppen wie Flugzeugrümpfe oder Flügel. Wegen der charakteristischen Nase, die an den Weißwal erinnert, hat das Flugzeug den Spitzname „Beluga“. Um die Kapazitäten zu erweitern hat Airbus im November 2014 das Projekt „Beluga XL“ gestartet. Ab 2019 sollen fünf neue Transportflugzeuge in Dienst genommen werden. Die Beluga XL baut auf der A330-200 auf.

Ansprechpartner

Swetlana Isaak

Communications Manager

+49 711 7825 32 00
s.isaak@cenit.com