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3DEXPERIENCE Conference von Dassault Systèmes
3DEXPERIENCE CATIA

Ein virtuelles Erlebnis: Die 3DEXPERIENCE Conference von Dassault Systèmes

Veröffentlicht 15.03.2021

Vom 26. bis 27. 11. 2020 wurde die jährliche 3DEXPERIENCE Conference pandemiebedingt als Online-Veranstaltung ausgerichtet. Im Interview berichtet das Dassault Systèmes Projektteam über seine Erwartungen, gesammelten Erfahrungen und die Resonanz zu der 2tägigen virtuellen Konferenz.

Redaktionsleitung
Dipl.-Ing. Nicole Meyer
Dipl.-Ing. Nicole Meyer
Senior Consulting 3DS-PLM | Redakteurin 3DS-PLM Technisches Magazin

Im vergangen Jahr standen Sie aufgrund der internationalen Pandemie-Maßnahmen vor der Entscheidung, in welchem Rahmen Sie das Event gestalten können. Wie haben Sie es geschafft, so schnell ein erfolgreiches Online-Konzept auf die Beine zu stellen?

Hr. Witter: Wir hatten bis in den Juli gehofft, dass das Meeting als Präsenzveranstaltung stattfinden kann. Alternativ suchten wir zusammen mit unserer Agentur nach neuen technischen Lösungen, um die Teilnehmer virtuell zu vernetzen. Aufgrund der steigenden Infektionszahlen war im Herbst jedoch schnell klar, dass eine physische Veranstaltung nicht möglich sein wird.

Wer letztes Jahr das 3DEXPERIENCE Anwendertreffen im Darmstadtium besuchte, konnte sich bei der Online-Veranstaltung schnell zurechtfinden. Optisch fanden sich viele gestalterische Merkmale auch im virtuellen Konzept wieder. Wie beurteilen Sie die Unterschiede der Planungskonzepte bei einer virtuellen Veranstaltung im Gegensatz zur Präsenzveranstaltung?

Hr. Witter: Das klassische Planungskonzept ist bei Online-Veranstaltungen nicht mehr 1:1 anzuwenden. Wir hatten den Vorteil im September bereits die Connected Industry virtuell zu präsentieren und konnten die dort gesammelten Erfahrungen beim Anwendertreffen einbringen. Das hat unsere Lernkurve natürlich erheblich beeinflusst. Ich würde nicht behaupten wollen, dass man mehr Manpower bei der Planung benötigt, aber man muss anders strukturieren und die Zeitaufwände anpassen.

Frau Frings: Eine große Herausforderung war im Vorfeld die Zusammenstellung der Agenda. Hierbei stand im Fokus ein so umfangreiches Angebot, mit 13 parallelen Tracks, so übersichtlich und themenorientiert zu gestalten, dass die Besucher sich schnell zurechtfinden konnten. Die Möglichkeit nach der Brand oder einem bestimmten Vortrag zu suchen, war dabei sehr hilfreich.

Hr. Witter: Wir haben ganz bewusst die Agenda in Blöcken zusammengestellt, damit sich die Teilnehmer ihre favorisierten Themen heraussuchen konnten. Im Gegensatz zu einer Präsenzveranstaltung war uns bewusst, dass bei einem virtuellen Event nicht alle Besucher zur gleichen Zeit dauerhaft anwesend sind. Deshalb wurden die Q&As auch im Anschluss eines Blocks positioniert, um auch direkt die Gelegenheit zum Austausch und zur Vernetzung mit dem Sprecher zu ermöglichen.

Die Vorträge waren virtuell über die Studios LIVE, BREAKOUT und ON-DEMAND zu besuchen. Welches der Studios hatte während der Veranstaltung die meisten Besucher?

Hr. Witter: Wenn man nur die Einwahlquoten in der Zeit der Live-Übertragungen betrachtet, so stimmen sie mit dieser Reihenfolge überein. Eine live moderierte Veranstaltung zieht natürlich viele Zuschauer an, auch wenn der Vortrag später ON-DEMAND zur Verfügung steht. Chris Brow kennen die meisten der Besucher aus vorherigen Dassault Systèmes Veranstaltungen und er moderierte in gewohnter Souveränität und Leichtigkeit. Die Besucherzahlen beim Live-Streaming des BREAKOUT STUDIOS liegen knapp darunter.

Frau Frings: Hierbei muss berücksichtigt werden, dass das ON-DEMAND STUDIO dazu ausgelegt war, um sich nach den terminierten Vorträgen über individuelle Interessensgebiete informieren zu können. So waren am 1. Tag viele CATIA Themen als ON-DEMAND abrufbar, während in dem BREAKOUT STUDIO das zentrale Thema SIMULIA war. Diese Themenschwerpunkte hatten wir am 2. Tag gewechselt. Außerhalb der Live-Streamings wurde das ON-DEMAND Studio sehr gut besucht.

Hat das vergangene Jahr die Haltung gegenüber virtuellen Veranstaltungen verändert?

Hr. Witter: Aus unseren Erfahrungen leite ich ab, dass virtuelle Veranstaltungen sehr wohl von den Teilnehmern angenommen werden. Wir haben großen Zuspruch erhalten und können auf eine erfolgreiche Veranstaltung zurückschauen. Aber das Feedback zeigt auch, dass es eine Sehnsucht der Menschen gibt sich real zu begegnen. Wir bauen Vertrauen schneller auf, wenn wir uns in die Augen schauen. Beim virtuellen Begegnen ist das gegenseitige Sehen jedoch stark limitiert. Mit neuen Weblösungen wurde im letzten Jahr in sehr kurzer Zeit vieles möglich gemacht. Ich bin sicher das virtuelle Zusammentreffen wird sich als eine weitere Option etablieren. Es wird meines Erachtens künftig mehr die Verschmelzung zu Hybriden-Konzepten geben, um den individuellen Bedürfnissen gerecht zu werden.

Frau Frings: Ich sehe das ganz ähnlich, denn die Vorteile dieses Mediums sind nicht zu ignorieren. Die gestiegene Besucherzahl des 3DEXPERIENCE Anwendertreffen zeigt, dass man eine größere Community erreicht. Geografische Grenzen, Reiseeinschränkungen oder Terminüberschneidungen sind kein Hindernisgrund zur Teilnahme an einer virtuellen Veranstaltung. Man kann stationär bleiben und trotzdem mit anderen in Interaktion treten. Das spiegelt auch der große Zuspruch unserer moderierten Q&A Veranstaltungen der Sprecher wider.

Die 3DEXPERIENCE Conference, die unter dem Motto "Design, Modeling & Simulation" stand, lieferte ein sehr großes und vielseitiges Informationsangebot. Was war ihr Highlight?

Fr. Kraemer: Was für mich den Erfolg der Veranstaltung ausgemacht hat, war nicht ein einzelner Vortrag, sondern die Möglichkeit direkt sehr technisch in die Themen einzusteigen und dass sich unsere Nutzer, für die wir diese Konferenz ausgerichtet haben, die Vorträge individuell, passend zum Arbeitsgebiet und zu Ihren Interessen, auswählen konnten. Das Anwendertreffen steht für die Interaktion mit unseren Nutzern, wie Dominc Kurtaz passend gesagt hat: „Es ist uns wichtig zu verstehen woran unsere Kunden gerade arbeiten und laborieren und es gibt uns die Möglichkeit interaktiv mit Ihnen in Kontakt zu treten“. Das Engagement unserer Partner wie CENIT, deren Bereitwilligkeit sich über dieses Medium zu präsentieren und für ihre Kunden greifbar zu sein, hat auch mich überzeugt.

Fr.Frings: Ohne unsere Partner sind solche Veranstaltungen nicht möglich. Sie bringen vielfachen Mehrwert in die Konferenz ein. Zum einen bereichern sie die Agenda durch ihr Fachwissen und ihre Erfahrung, zum anderen bringen sie ihre Kunden mit, damit diese sich vernetzen und ihr Wissen erweitern können. Hier gilt deshalb ein ganz großer Dank unseren Partnern, die mit uns an vielen Veranstaltungen zusammen arbeiten!

DIE VIRTUELLE 3DEXPERIENCE CONFERENCE 2020

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