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Transformation numérique
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25.07.2017

Ein Bericht vom CENIT EIM Innovationstag am 22. Juni 2017

Be the change – denn Digitalisierung braucht Entscheider!

Digitalisierung und digitale Transformation sind die zurzeit meistbenutzten Schlagworte im Zusammenhang mit der Entwicklung von Unternehmen und ihrer Geschäftsmodelle. „Disruptive“ Veränderungen werden vorhergesagt, die mit schnellen und unvorhersehbaren Effekten für Unternehmen neue Technologien und Wettbewerber entstehen lassen. Vielfach stellt sich die Frage, wie man dies als Entscheider überhaupt noch beeinflussen und steuern kann. Und vor allem: wie sollen sich Unternehmen darauf einstellen?

Diese Fragestellung sowie konkrete Lösungsansätze, Beispiele und Handlungsempfehlungen für die gelebte digitale Transformation standen im Fokus des diesjährigen EIM Innovationstages der CENIT AG in der Motorworld Böblingen.

Ist Künstliche Intelligenz bloß ein neues Trendthema des Enterprise Information Management, oder tatsächlich ein Enabler auf dem Weg zur Digitalen Transformation der Unternehmen? Dieser Frage widmete sich zu Beginn der Veranstaltung André Vogt, Direktor EIM der CENIT. Möge der Begriff KI schillernd und zuweilen diffus klingen, so Vogt, so inkludiert es doch viel Etabliertes und Bekanntes: Maschinelles Lernen, Expertensysteme, Deep Learning, Semantische und neuronale Netze, Big Data und Analytics. Ob nun in organisatorischem Kontext, in der Fachlichkeit oder IT-Technologie – erste „Spielarten“ der KI sind in unterschiedlichen Ausprägungen bereits heute im Einsatz: Additive Datenquellen, wie BigData, sind klarer Bestandteil von Analyse- und Controlling-Prozessen, Sprach- und Bilderkennung sind selbst im privaten Umfeld schon etabliert, Clouds verwalten und prozessieren ganze Unternehmensdaten. Vor dem Hintergrund des Internet of Things, vernetztem Arbeiten, der Notwendigkeit ubiquitärer Daten ist die Nutzung von KI-Technologien, laut Vogt, somit ein logischer und notwendiger Schritt, den Unternehmen gehen müssen, um zukunfts- und wettbewerbsfähig zu bleiben.

Welche Potenziale der Einsatz künstlicher Intelligenz sowie der damit verwandten, neuer Technologien nun konkret eröffnet – und wie sich dies erfolgreich in der Praxis anwenden lässt, beleuchteten darauf aufbauend Kunden, Partner und Mitarbeiter der CENIT in mehr als 20 Fachvorträgen, die sich drei strategischen Themenfeldern des EIM zuordnen lassen: 360° Kundenkommunikation, Akten- und Vorgangsbearbeitung sowie Analytics & Predictive.

Kundenkommunikation über alle Kanäle?

Im Dialog mit dem Kunden stehen Unternehmen aufgrund der Flexibilität der Kunden in der Mediennutzung zwei großen Aufgaben gegenüber: Die Menge der erhaltenen Informationen optimal zu kategorisieren sowie zu archivieren und diese anschließend anlassspezifisch verfügbar zu machen.

Welchen Beitrag intelligente IT-Systeme hierzu bieten können, ohne „unpersönlich“ zu wirken – und welche neuen Wege zur effizienten Klassifizierung Unternehmen heute gehen, wurde an Praxisbeispielen mit ChatBots und interaktiven, personalisierten Videolösungen sowie weiteren KI-gestützten Ansätzen deutlich. Eines der Erkenntnisse hierbei: eine optimale Klassifizierung stellt den Grundstein für eine zielgerichtete digitale Weiterverarbeitung dar. Dies führt in letzter Konsequenz nicht zuletzt zu einem individualisierten und flexibler gestalteten Dialog mit dem Kunden – und stärkt damit die Kundenbeziehung.

Kontrolle in der Datenflut

Die Digitalisierung von Dokumenten, Akten und Vorgängen erscheint vielen als selbstverständlich. Doch auch im Zeitalter der Digitalen Transformation erschweren mangelnde Datenqualität und -integrität, fehlende Nachvollziehbarkeit von Änderungen sowie Prozess- und Medienbrüche nicht selten den Weg hin zu einer nahtlos dokumentierten, systemischen Workflowsteuerung. Auf dem CENIT EIM IT Tag zeigten führende Finanzdienstleister ihre praktizierten Ansätze, dieser Herausforderung mittels softwarebasierten Lösungen zu begegnen – um nicht zuletzt zusätzlichen Mehrwert für die Kundenbeziehung zu generieren: So profitieren Kunden z.B. durch eine gemeinsame Betrachtung von Dokumenten auch während einer Online-Beratung. Durch ein intelligentes Management der Dokumente behalten Unternehmen zudem die Kontrolle – auch in Zeiten explodierender Informationsmengen.

Analytics & Predictive

Integrierte und intelligente Lösungen zur Nutzung und vorausschauenden Analyse der Daten entwickeln sich zunehmend als ausschlaggebender Faktor für die Effizienz von Geschäftsmodellen und Wertschöpfungsketten. Dass dies auch ohne eine stetig wachsende Zahl von Softwarekomponenten und der damit verbunden Komplexität möglich ist, verdeutlichten Referenten des IT-Tags anhand integrierter Plattformen sowie Managed Service Modellen. Am Beispiel des „Predictive Maintenance as a Service“-Ansatzes der CENIT wurde deutlich, wie Optimierung und Innovationen in der Produktion sichergestellt werden können, ohne dass für den Kunden Upfront-Investition in Software und Infrastruktur anfallen, oder er sich an eine Technologie binden muss.

 

 

Quo vadis Digitalisierung?

Den fachlichen Abschluss der Veranstaltung bildete eine ebenso kritische wie pointierte Keynote von Dr. Ulrich Kampffmeyer, die sich des Themas „Digitalisierung & Information Management" annahm. Gleichsam als Selbstreflektion sowie auch Ausblick auf die zukünftigen Entwicklungen der Information Management Branche stellte Dr. Kampffmeyer unter anderem die Frage nach dem Next Step der Digitalisierung und Automatisierung auf: Was passiere als Nächstes, und welche Rollen, Prozesse und Konsequenzen gelte es bedenken, erläuterte Kampffmeyer – und ließ auch bewusst Fragen offen.

Einige dieser Fragen thematisierten Teilnehmer der anschließend von Dr. Ulrich Kampffmeyer moderierten Podiumsdiskussion: Hinterfragend und unterhaltsam widmeten sich Dr. Carsten Jacobsen (BVG), Thilo Rottach (TeamBank AG), Alexander-Otto Fechner (ISS Software GmbH), Thomas Sternkopf (Sternkopf Consulting,) sowie André Vogt (CENIT AG) den Auswirkungen der aktuellen Trends des Information Managements auf ihre jeweiligen Branchen. Einige dieser Entwicklungen werden den Fachdialog sicher auch in Zukunft mitbestimmen.