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12.08.2020

„New Normal“ in der Fertigung: CENIT-Experten berichten

Wie ein digitaler Zwilling Ihnen hilft, die Fertigungstiefe zu erhöhen

Unser Automotive-Experte Thomas Flaig hat über sein Netzwerk Einsicht in die ganze Bandbreite der Zulieferindustrie: von den großen Playern bis zum hochspezialisierten Mittelständler. Eine Auswirkung der Corona-Pandemie, die viele Unternehmen aktuell belastet, sind die gehäuften und langandauernden Ausfälle in der Lieferkette. Für einige ist dadurch die Existenz gefährdet. In seinem Beitrag wirft Thomas Flaig ein Schlaglicht auf das Vorhaben, als Gegenmaßnahme die Fertigungstiefe zu erhöhen.

Das Coronavirus hat sich innerhalb kürzester Zeit von einer lokalen Epidemie zu einer globalen Bedrohung entwickelt. Die Folgen machen sichtbar, wie verletzlich der Mensch und die Wirtschaft durch die Globalisierung geworden sind.

Gegenmaßnahmen sind angelaufen und zeigen die Richtung, in welche die Gesellschaft und vor allem die Unternehmen sich verändern werden. Schlagworte hierbei sind Deglobalisierung, Digitalisierung, Automatisierung und ökologische Transformation.

Eine mögliche Kurskorrektur bei produzierenden Unternehmen betrifft die globalen Lieferketten. Sie sind sehr empfindlich und schnell von Stillständen betroffen. Im Belastungstest der letzten Monate hatten Fertigungsbetriebe mit hoher Fertigungstiefe hier natürlich einen Vorteil.

Doch so einfach kann die Fertigungstiefe an den lokalen Standorten nicht erhöht werden, da in der Vergangenheit viele Fertigungsschritte ausgelagert wurden. Zudem verzeichnen Industrienationen hohe Arbeitskosten, allen voran Deutschland: hier liegen die Arbeitskosten an sechster Stelle weltweit und noch vor allen großen Industrienationen und den Schwellenländern.

Eine Erhöhung der Fertigungstiefe muss drei Handlungsachsen berücksichtigen:

  • die Erhöhung der Automatisierung aus Stationssicht
  • eine Digitalisierung aus Fabriksicht
  • die Neugestaltung der Logistikprozesse aus einer gesamtheitlichen Sicht.

Es ist dringend geboten, diese zentralen Teilaufgaben der digitalen Transformation in Angriff zu nehmen, um die Belastbarkeit der Fertigungsabläufe und der Logistikketten zu erhöhen.

Unterstützung finden Unternehmen in Systemhäusern wie CENIT, die mit ihrem Knowhow den Gesamtprozess der Fertigung analysieren und maßgeschneiderte Lösungen ausarbeiten.

Der Bogen wird gespannt von der Automatisierung mithilfe von Robotern über die digitale Vernetzung der Fabrik bis zur Analyse von Materialflüssen. Es entsteht ein digitales Abbild – quasi ein digitaler Zwilling, der sich wie die reale Fabrik verhält.

Aus unserer Sicht bietet das Konzept des digitalen Zwillings das ideale Werkzeug, um eine Produktion aus einem Stillstand hochzufahren. Mit einem digitalen Zwilling können bereits vor einem realen Produktionsstart die kritischen IF/ELSE-Fälle analysiert und Störungen vermieden werden.

Einen digitalen Zwilling muss man sich wie einen Sparringpartner vorstellen, mit welchem man Produktionsumbauten erprobt, parallel oder vorausschauend die reale Produktion beobachtet, Fehlverhalten analysieren und Verbesserungen vornehmen kann. Selbst situative Produktionssteuerung ist denkbar, um mit vorausschauender Produktionsdatenanalyse in die reale Produktion einzugreifen.

Die aktuelle Situation ist ein Schock. Befreien Sie sich aus dieser Starre! Wir haben die Chance, gestärkt aus der Rezession heraus zu starten – sofern wir die Herausforderungen der digitalen Transformation annehmen. Dies gilt für die Gesellschaft in gleichem Maße wie für die Unternehmen.

Lassen Sie sich von unseren Experten über Wege der Digitalen Transformation beraten.

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